Donnerstag, 14. Dezember 2017

Festakt zum 150 jährigen Jubiläum der Schwerpuntfeuerwehr Einbeck

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Viele gute Wünsche zum Jubiläum der Einbecker Feuerwehr

 

150-jähriges Bestehen gefeiert / 150 Jahre Einsatz für den Nächsten / Beförderungen / Gäste aus Politik und Wirtschaft

 

 

Anlässlich des 150. Geburtstages der Freiwilligen Feuerwehr Einbeck wurde es ein großes Fest. Der Kommers am Sonnabendabend ließ die Feuerwehr Einbeck im besten Licht erscheinen. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft im geschmückten BBS - Forum konnten Ortsbrandmeister Matthias Krüger und sein Stellvertreter Helmut Böttcher begrüßen.

 

Ortsbrandmeister Matthias Krüger begrüßte ganz besonders den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Einbeck, Markus Seidel,Fachbereichsleiter Arndt Severidt, Feuerwehrausschussvorsitzenden Horst Jürgens, Stadtbrandmeister Lars Lachstädter, Kreisbrandmeister Bernd Kühle, Abschnittsleiter Henning Thörel, den Stadtbrandmeister der Stadt Dassel, Harald Sehl,den stellvertretenden Stadtbrandmeister Olaf Rettig, Ehrenortsbrandmeister Friedel Oppermann, Ehrenabschnittsleiter Gerd Pankalla sowie den Ehrenstadtbrandmeister der Stadt Einbeck, Jürgen Sott.

In seinem Grußwort betonte der Ehrenortsbrandmeister Friedel Oppermann, er sei stolz auf den Zusammenhalt der Wehr, der nun schon 150 Jahre andauere. Denn hinter diesem Jubiläum würden sich 150 Jahre intensiver Arbeit, Tatkraft, Idealismus und Opferbereitschaft verbergen sowie Liebe zur Freiwilligen Feuerwehr. Er wünschte sich, das Einbeck in der Zukunft vor größeren Schäden verschont bleiben möge.

Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Einbeck Markus Seidel überbrachte die Glückwünsche von Rat und Verwaltung. Seidel: > Wir alle sind stolz auf unsere Feuerwehr - denn den stetigen Einsatz die alle Kameraden - und Kameradinnen aufbringen kann man nicht genug " Danke " sagen, verbunden mit einem besonderen Lob für die Einbecker Feuerwehr. 

Diesen Grußworten schlossen sich Stadtbrandmeister Lars Lachstädter, Brandabschnittsleiter Henning Thörel und Kreisbrandmeister Bernd Kühle an, bevor Ortsbrandmeister Matthias Krüger die Geschicke der Feuerwehr Einbeck in einer kurzen Chronik beleuchtete.

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Einbeck sind ein guter Grund zu feiern. 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Einbeck bedeuten aber auch, dass sich Kameradinnen und Kameraden seit 1867 ehrenamtlich teilweise unter Einsatz ihres Lebens für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Einbeck eingesetzt haben. Unsere Feuerwehr so Ortsbrandmeister Krüger gehört mit diesem Geburtstag zu den älteren Feuerwehren im Landkreis. Für ihn sei es eine große Ehre als amtierender Ortsbrandmeister ein kleinen Teil zu diesem Jubiläum beitragen zu können und wie alle seine Vorgänger die Geschichte Feuerwehr Einbeck weiterzuschreiben. Er hoffe so der Ortsbrandmeister, dass das Erfolgsmodell Freiwillige Feuerwehr noch ewig fortgeführt werden kann.

Wie viele Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland ging auch die Feuerwehr Einbeck aus einem Turnverein hervor. Am 7. Oktober 1867 wurde die Einbecker Feuerwehr unter dem Namen Turner Rettungs Corps gegründet. Hinzu kamen Bürger die im Vorfeld schon zum Feuerwehrdienst verpflichtet wurden. Insgsamt konnte man damals über 40 Mitglieder zählen - so der Ortsbrandmeister. Das aber reichte nicht aus und der damalige Magistrat beschloss alle männlichen Bürger von 20 bis 60 Jahren zur Einbecker Pflichtfeuerwehr heranzuziehen. Es dauerte bis 1893 bis man die Pflichtfeuerwehr in eine Freiwillige Feuerwehr umwandeln konnte. Erster Hauptmann damals wurde August Haberland der auf 78 Kameraden zurückgreifen konnte.

Nach einer langen Zeit in dem man mit Ledereimer und Handdruckspritze dem Feuer zu Leibe rückte wurde 1926 die erste Motorspritze in Dienst gestellt blickte Ortsbrandmeister Krüger zurück. Die erste Sirene wurde vor 65 Jahren im Jahre 1952 auf der Marktkirche angebracht und damit die Alarmhörner abgeschafft. In den Kriegszeiten wurde den Feuerwehren einiges Abverlangt - die Mitglieder hatten sich nach Kriegsende erheblich vermindert. Im Jahre 1949 gelang es die Feuerwehr durch das Niedersächsische Feuerschutzgesetz wieder auf Feste Füße zu stellen. Die Motorisierung wurde vorangetrieben und das alte Spritzenhaus am Benser Tor wurde durch eine neue Feuerwache mit Schlauchpflege ersetzt.

1960 wurde die Feuerwache durch einen Anbau an die Fahrzeughalle erweitert. Der Fortschritt nahm seinen Lauf und 1962 wurde die erste Motorgetriebene Drehleiter DL 25 an die Freiwillige Feuerwehr übergeben. Im Zuge der Gebietsreform 1973 wurde die Einbecker Feuerwehr zur Schwerpunktfeuerwehr. Durch eine Bürgerinitiative und Spenden erhielt die Freiwillige Feuerwehr Einbeck im Jahre 1977 eine neue Drehleiter mit Rettungskorb.

Ortsbrandmeister Krüger sprach nun ganz besonnen in seinem Rückblick weiter und erinnerte an ein schwarzes Jahr 2003 als der damalige Ortsbrandmeister Jürgen Lukas plötzlich und unerwartet aus ihrer Mitte gerissen wurde. Es war kein einfaches Jahr so Krüger - denn es war eine sehr schwere Zeit für die Einbecker Feuerwehr. 

Krüger erinnerte auch noch einmal an den Großbrand im Jahre 2005 in der Langen Brücke als durch eine Explosion gleich fünf Häuser zerstört wurden und über 200 Feuerwehrleute  nach drei Tagen das Feuer unter Kontrolle hatte und die Altstadt vor größerem Schaden bewahrt werden konnte. 2007 wurde der Grundstein zum Neubau der Feuerwehrwache gelegt und im Mai 2009 konnte die Feuerwehrwache mit einem großen Fest übergeben werden.

In all den Jahren bis heute so Ortsbrandmeister Krüger steht die Freiwillige Feuerwehr auf einen sehr guten technischen Stand - denn > die Feuerwehr muss immer einsatzbereit sein, um jederzeit löschen, bergen, retten und schützen zu können <,sagte Krüger in seinen Schlussworten.

Stadtbrandmeister Lars Lachstädter, Brandabschnittsleiter Henning Thörel und Kreisbrandmeister Bernd Kühle vergaben anschließend Auszeichnungen und Beförderungen. Zuvor verlieh Kreisbrandmeister Bernd Kühle die Feuerwehr - Ehrennadel an Otto Beulshausen für 70-jährige Zugehörigkeit in der Feuerwehr.

Zum Feuerwehrmann wurde Kevin Skorzinski befördert. Die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann erhielten Leon Kiehne, Justin Koch, Justin Krüger, Justin Häckert und Jan Geppert. Zu Löschmeister wurden Nico Rosniewski und Florian Nüsse befördert und zum Brandmeister Robin Goemann. Für 40 - jährige Mitgliedschaft wurden Uwe Rieger und Hans Dieter Rosenthal geehrt. Für 50 Jahre Peter Wielosinski und für 60 Jahre Herbert Süssenbach.

 

 

 

Video Einbecker Morgenpost

Quelle: Peter Kitzig

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