Donnerstag, 23. September 2021

Durchgeführte Übungen

Einsatzübung des 1. Zuges

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Feuerwehrübung in der Allensteiner Straße

 

Bei Kayser: Rettung von Vermissten und eingeklemmten Person / Wasserversorgung gut

 

Am vergangenen Freitag löste um 19.58 Uhr – nach ordentlich »Rauch« – die Brandmeldeanlage in Halle 3 der Firma Kayser in der Allensteiner Straße aus. Etwa vier Personen wurden vermisst. Jemand sollte eingeklemmt im Lager unter einer Last liegen, eine weitere Person auf einem Lagergut. Zum Glück handelte es sich bei diesem Szenario nur um eine Übung des 1. Zuges der Freiwilligen Feuerwehr Einbeck mit rund 25 Mann, und die zu Rettenden waren Puppen.

Zugführer Matthias Weger hatte dieses Projekt gemeinsam mit dem Brandschutzbeauftragten der Firma Kayser, mit Kai Jackolis, ausgearbeitet. Einsatzleiter war Wegers Stellvertreter, Peter Garus, der die erste Übung im Juni in der Grimsehlstraße vorbereitet hatte. Zur Beobachtung war wieder Ortsbrandmeister Frank Schwarz vor Ort.

 

 

Nach Garus im Mannschaftstransportwagen traf das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) ein. Der Einheitsführer Jan Witte des HLF informierte die Kameraden zur Lage. Dann rannten die Atemschutzgeräteträger (AGT) mit Taschenlampen am Helm zur Personenrettung in die »verqualmte « Halle, in der sie nichts sehen konnten. Die anderen rollten die Schläuche aus. Später marschierten noch AGTs mit Äxten in die Halle – denn es sollte ja auch eine eingeklemmte Person gerettet werden. Diese lag unter einer Palette und wurde als letzte um 20.28 Uhr aus der Halle getragen.

Die erste Rettung erfolgte um 20.12 Uhr. Inzwischen war das Drehleiterfahrzeug eingetroffen und das Tanklöschfahrzeug (TLF). Dieses sorgte für die Wasserversorgung von der Straße, etwa eine Entfernung von 100 Metern und dann weiter bis hinauf zur Drehleiter, wo mit einem Wenderohr gelöscht wurde und die Ausbreitung des »Feuers« verhindert werden sollte. Am Fuß der Drehleiter vor einem Bildschirm saß der Drehleitermaschinist, fuhr die Leiter aus und manövrierte diese mit seinem Kollegen darauf in die richtige Position zum Löschen. Hierbei sollte die Wasserversorgung einer Firma im produzierenden Gewerbe im Brandfall getestet werden, die sich bei Kayser als gut herausstellte. »Alles so, wie es sein soll«, freute sich Kai Jackolis, der die Übung gemeinsam mit Frank Hoppert, Instandhaltungsleiter, verfolgte.

 

Weiter waren vier C-Rohre und das Sonderstrahlrohr Monitor im Einsatz. Müssen größere Mengen Löschwasser über längere Zeit auf eine bestimmte Stelle gebracht werden, werden die Monitore eingesetzt. Zwischendrin erfolgte immer wieder Infomationsaustausch, etwa zur notwendigen Literzahl und Messstatistikangaben. Auch der lärmende Lüfter vor dem Eingang der Halle war im Einsatz. Überdruckbelüftung ist notwendig, um die Räume rauchfrei zu machen, damit auch die Brandmeldeanlage nicht erneut auslöst. Nach einer Stunde war die Übung beendet. Das heißt, das Abschrauben, Aufrollen und exakte Ein- und Wegpacken aller Gerätschaften in die Feuerwehrwagen erforderte ebenfalls noch Zeit und Kraft. Unter den gegebenen Voraussetzungen habe der Zug seine Sache gut gemacht, auch von der Zeit her, stellte Frank Schwarz abschließend fest. Die Manöverkritik folgte im Anschluss.

 

Quelle: Einbecker Morgenpost

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